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Der Mini-PC Vergleich: AMD Spark versus HPs Eingabetastatur-PC

Ein hell erleuchteter, moderner Arbeitsplatz im warmen Morgenlicht, auf dem zwei kompakte Mini-PCs – ein schlanker AMD Spark und eine elegante HP-Tastatur mit integriertem Rechner – inmitten von Zubehör, Notizblöcken und sanft grünen Pflanzenelementen harmonisch nebeneinander stehen, dabei technische Präzision und einladende Atmosphäre für innovative, hybride Arbeitswelten ausstrahlend.

Kompakte Form, große Wirkung: Mini-PCs werden zunehmend zum Herzstück moderner Arbeitsumgebungen. Zwei besonders innovative Geräte betreten 2026 die Bühne: Der leistungsstarke AMD Spark und HPs ungewöhnliche Eingabetastatur-PC. Was taugen diese kleinen Kraftpakete wirklich – und wem nützen sie am meisten?

Mini-Revolution: Warum die Nachfrage nach Mini-PCs boomt

Mini-PCs sind längst keine Nischenprodukte mehr. Laut Marktzahlen von IDC stieg der weltweite Absatz kompakter Desktop-Systeme 2025 um 13 %, getrieben von hybriden Arbeitsmodellen, platzsparenden Anforderungen und zunehmender Energieeffizienz. Auch die steigende Nachfrage nach Edge-Computing-Lösungen und KI-fähigen Kleinstrechnern hat die Kategorie weiter befeuert. Analysten von Gartner prognostizieren sogar, dass bis 2027 jeder vierte Desktop-PC in Form eines Mini-PCs ausgeliefert wird.

In diesem dynamischen Umfeld sind Geräte wie der AMD Spark und HPs All-in-One-Tastatur-PC besonders interessant. Sie adressieren verschiedene Zielgruppen, vereinen dabei aber hohe Leistung und minimalen Platzbedarf. Ihre funktionale Unterschiedlichkeit macht sie zu spannenden Kandidaten im direkten Vergleich.

AMD Spark: Kompakter KI-Performer mit Ryzen AI

AMDs neuer Mini-PC Spark ist eines der ersten Modelle, das von Grund auf für KI-gestützte Anwendungen konzipiert wurde. In ihm arbeitet ein Ryzen 9 9700HX-Prozessor – basierend auf der Phoenix-Architektur und ausgestattet mit der zweiten Generation der Ryzen AI Engine. Diese integriert XDNA 2-Beschleuniger, die laut AMD bis zu 50 TOPS (Tera Operations per Second) an KI-Leistung liefern können. Damit eignet sich der Spark vor allem für Edge-KI-Szenarien, lokale Sprachmodelle und Bildanalytik.

Der Mini-Rechner misst nur 13 x 13 x 5 cm, was ihn zu einem der kleinsten seiner Klasse macht. Trotz der kompakten Bauweise bietet er 2 USB4-Anschlüsse, 2 HDMI-Ausgänge (4K bei 120 Hz), Wi-Fi 7 sowie eine NVMe-SSD mit bis zu 2 TB Speicherplatz. Je nach Ausstattung sind 16 bis 64 GB LPDDR5X-RAM möglich.

Ein Highlight: Ein modulares Kühlungssystem mit variabler Lüftersteuerung ermöglicht leisen Betrieb bei Büroanwendungen, kann aber bei Leistungsspitzen zuverlässig arbeiten. Laut Tests von TechReview.de erreicht die CPU selbst unter Volllast stabile Temperaturen unter 85 °C – ein bemerkenswerter Wert für einen Mini-PC.

Stärken AMD Spark: Maximale Leistung auf kleinstem Raum, ideal für KI-Workloads, Edge Computing und Entwicklerumgebungen.

HP TPC: Ein PC in der Tastatur – fast wie damals

Mit dem HP TPC (Tastatur-PC, offizielle Produktbezeichnung noch offen) greift der Hersteller ein Retro-Konzept auf und verbindet es mit moderner Technik. Er erinnert entfernt an die Home-Computer der 1980er – jedoch in edlem Aluminiumgehäuse, mit flacher Chiclet-Tastatur und Touchpad. Im Inneren werkelt ein Intel Core Ultra 7 165H (Meteor Lake), unterstützt von 32 GB RAM und einer integrierten NPU (Neural Processing Unit), die bis zu 10 TOPS KI-Beschleunigung leisten kann.

Im Gegensatz zum Spark zielt HPs Gerät auf eine andere Zielgruppe: Schreibkräfte, hybride Remote-Worker sowie Bildungssektoren. Durch das „All-in-One“-Design lässt sich der TPC leicht transportieren – Display via USB-C oder HDMI anschließen genügt. Das System wiegt rund 1,3 kg, verfügt über eine lüfterlose Kühlung und ein internes Akku-Pack für kurzzeitigen Betrieb ohne Stromquelle (bis zu 15 Minuten).

Besonders hervorzuheben sind Datenschutz-Funktionen wie ein dedizierter Privacy-Mode (Hardware-Schieberegler deaktiviert Funkverbindungen und Mikrofon) sowie BIOS-basierte Verteidigung gegen Firmware-Angriffe – laut HP eine Reaktion auf die Zunahme von Supply-Chain-Attacken (+34 % laut IBM X-Force Threat Intelligence Report 2025).

Stärken HP TPC: Mobilität, Energieeffizienz, Nutzerfreundlichkeit und Sicherheitsfeatures – ideal für das Home-Office und Kundenberatungsszenarien.

Technologievergleich: KI-Leistung, Anschlüsse, Kompatibilität

Im direkten Vergleich zeigt sich: Der AMD Spark dominiert hinsichtlich Rechenleistung und KI-Fähigkeit. Seine dedizierte Ryzen AI Engine ist für Entwickler-Tools wie ONNX Runtime, TensorFlow oder sogar lokale LLM-Modelle wie Llama3 geeignet. Der HP hingegen lässt sich nahtlos in Microsoft Copilot+, Google Workspace oder CRM-Systeme wie Salesforce Einstein integrieren – primär über Cloud-Funktionen mit Unterstützung durch die lokale NPU.

Beide Geräte bieten Wi-Fi 7, Bluetooth 5.3 sowie Thunderbolt- und HDMI-Verbindungen. Der Spark richtet sich stärker an IT-Profis und kreative Arbeitsumfelder wie CAD, 3D-Rendering und KI-Forschung. Der HP punktet in typischen Office-Szenarien mit Plug-and-Play-Verhalten, geringer Wärmeentwicklung und praktischem Formfaktor.

Ein weiterer Unterschied besteht bei Speichererweiterung: Während der Spark über M.2-Slots voll aufrüstbar ist, bleibt der HP TPC weitgehend geschlossen – ganz im Sinne eines Appliance-Designs.

Preise, Verfügbarkeit und Marktpositionierung

Der AMD Spark wird ab Februar 2026 zunächst nur über AMDs Partnernetzwerk für Systemintegratoren angeboten. Endkundenpreise starten bei ca. 899 Euro netto. HP plant den TPC ab März 2026 in den Verkauf zu bringen – zum Einstiegspreis von etwa 749 Euro inkl. Tastatur, Touchpad und 512 GB SSD. Beide Geräte zielen strategisch auf unterschiedliche Segmente, könnten aber in volumenstarken Märkten wie Bildungswesen, Coworking Spaces und Remote-Organisationen stark performen.

Marktforscher von Canalys erwarten, dass Mini-PC-Verkäufe in Deutschland bis Ende 2026 weiter wachsen und besonders im Bildungsbereich eine CAGR von 11 % erreichen könnten.

Fazit: Welcher Mini-PC für wen?

Die Antwort hängt stark von den individuellen Anforderungen ab. Wer maximale Leistung braucht – etwa für lokale KI-Anwendungen oder mobiles Development –, wird AMDs Spark kaum schlagen können. Für Nutzer, die einfache Bedienung, Datenschutz und einen schicken All-in-One-Formfaktor suchen, ist HPs Tastatur-PC eine sehr gute Wahl.

  • Tipp für IT-Entscheider: In Unternehmen mit KI-Workloads und anspruchsvollen Usern kann sich der Einsatz mehrerer AMD Sparks in Edge-Cluster-Setups lohnen.
  • Tipp für Remote-Teams: Testen Sie HPs Gerät als Desktop-Ersatz für hybride Arbeitsplätze – besonders dort, wo Platz oder Zeit zum Einrichten fehlen.
  • Tipp für Bildungsanbieter: Der HP TPC bietet ein transportsicheres, wartungsarmes Gesamtpaket für Klassenzimmer und Lernräume.

Beide Geräte zeigen exemplarisch, wohin die Mini-PC-Reise 2026 geht: Smarte Formfaktoren gepaart mit optimierter KI-Unterstützung. Der Markt ist reif für mehr solcher hybrider Innovationen. Welche Mini-Kraftpakete nutzt ihr bereits – oder plant ihr, 2026 umzurüsten? Diskutiert mit unserer Community und teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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