Einmal im Monat rollt Samsung eine neue Welle an Sicherheitsupdates aus. Für Besitzer der Galaxy-A-Serie bedeutet das mehr Schutz im digitalen Alltag – vorausgesetzt, die Updates werden auch installiert. Doch welche Schwachstellen werden derzeit geschlossen, welche Geräte sind betroffen – und wie können Nutzer sich in Zukunft besser absichern?
Regelmäßige Updates als Sicherheitsgarantie
Im Februar 2026 hat Samsung erneut eine Reihe kritischer Sicherheitspatches für seine Galaxy-A-Reihe veröffentlicht. Diese Updates sind Teil der monatlichen Android-Sicherheits-Bulletins, die in Kooperation mit Google und Chipherstellern wie Qualcomm entwickelt werden. Samsung kombiniert dabei die neuesten Android-Patches mit eigenen One-UI-Verbesserungen.
Im aktuellen Patch, veröffentlicht am 5. Februar 2026, wurden insgesamt 51 Sicherheitslücken geschlossen. Laut Google-Sicherheitsbulletin (Security Patch Level 2026-02-05) handelte es sich bei fünf dieser Schwachstellen um als kritisch eingestufte Lücken im Android Framework und System, die eine Remotecodeausführung unter bestimmten Bedingungen erlaubt hätten. Hinzu kommen 46 weitere Lücken mit hoher bis mittlerer Priorität – darunter mehrere, die das Kernel-Subsystem oder den WLAN-Stack betreffen.
Samsung selbst hat im zugehörigen Mobile Security Update Bulletin zusätzlich zwölf herstellerspezifische Schwachstellen in One UI und Exynos-Komponenten dokumentiert. Besonders bemerkenswert: Eine Schwachstelle namens SVE-2025-14747, die Angreifern möglicherweise Root-Rechte auf Geräten mit älterem Bootloader gewähren könnte, wurde ebenfalls behoben.
Diese Galaxy-A-Modelle haben das Update erhalten
Samsung verfolgt eine differenzierte Update-Strategie. Während Flaggschiffe wie die Galaxy-S-und Z-Serien monatliche Updates erhalten, werden Mittelklasse-Modelle, wie die Galaxy-A-Serie, meist quartalsweise oder halbjährlich berücksichtigt – abhängig vom Modelljahr und regionaler Verfügbarkeit.
Nach offiziellen Informationen auf Samsungs Security Update Seite erhalten folgende Geräte das Februar-2026-Update (security patch level 2026-02-05):
- Galaxy A54 5G
- Galaxy A53 5G
- Galaxy A34 5G
- Galaxy A33 5G
- Galaxy A24
- Galaxy A14 5G
- Galaxy A13
Modelle wie das beliebte Galaxy A52s 5G oder A72 müssen noch auf ihre nächste Sicherheitsaktualisierung warten. Geräte, die nur halbjährlich ein Update erhalten, könnten Sicherheitslücken länger ausgesetzt sein – ein Risiko, das Nutzer kennen sollten.
Warum Sicherheitsupdates entscheidend sind
Smartphones sind längst zu unseren täglichen Begleitern und zugleich zu Angriffszielen geworden. Bereits 2023 zeigte eine Studie von Kaspersky, dass über 28 % aller mobilen Bedrohungen auf Schwachstellen in Betriebssystemen zielen. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ranken unsichere Mobilgeräte unter den „Hauptbedrohungen 2024“ – insbesondere durch veraltete Software und Firmware-Komponenten.
Samsung-Nutzer sind zwar durch das mehrstufige Sicherheitskonzept Knox besser geschützt als viele andere Android-Anwender, jedoch besteht auch hier kein absoluter Schutz ohne regelmäßige Updates. Angreifer nutzen oft bekannte – aber ungepatchte – Lücken, um Schadcode einzuschleusen, Identitäten zu stehlen oder Geräte in Botnetze einzubinden.
Laut der Sicherheitsfirma Zimperium hat sich die Zahl mobiler Zero-Day-Angriffe zwischen 2021 und 2024 verdoppelt. Besonders besorgniserregend ist, dass viele dieser Exploits für Wochen oder Monate unentdeckt bleiben, wenn Geräte nicht auf dem neuesten Stand sind.
Wie man überprüft, ob das Gerät aktuell ist
Nutzer können die Aktualität ihres Geräts über den Pfad Einstellungen > Software-Update > Letztes Update prüfen. Dort wird das Datum des letzten Sicherheitspatches angezeigt. Sollte das Datum vor Februar 2026 liegen, empfiehlt sich eine manuelle Überprüfung auf neue Updates.
Ein häufig unterschätzter Aspekt: Mobilfunkanbieter können Updates verzögern. Während Geräte im freien Handel (ohne Branding) oftmals zeitnah versorgt werden, kann es bei Netzbetreibergeräten (z. B. Telekom, Vodafone) zu mehreren Wochen Verzögerung kommen – ein Problem, das regelmäßig von Nutzern in deutschen Foren wie android-hilfe.de diskutiert wird.
Schutzstrategien für Nutzer
Auch wenn regelmäßige Sicherheitsupdates die Basis eines guten Schutzes sind, gibt es weitere Maßnahmen, mit denen Nutzer proaktiv für Sicherheit sorgen können.
- Automatische Updates aktivieren: Unter „Einstellungen > Software-Update“ kann festgelegt werden, dass neue Patches automatisch installiert werden. So wird kein Sicherheitsrelease verpasst.
- Sicherheitsreport abonnieren: Samsung bietet auf seiner Sicherheitsseite einen E-Mail-Service, der Nutzer über neue Schwachstellen und Updates informiert – insbesondere empfehlenswert für IT-Verantwortliche in Unternehmen.
- Bloatware entfernen und App-Berechtigungen regelmäßig überprüfen: Gerade vorinstallierte Apps können potenzielle Sicherheitsrisiken sein. Mit einem Berechtigungscheck über „Einstellungen > Datenschutz“ lassen sich unnötige Zugriffsrechte widerrufen.
Verlängerter Support – aber für wie lange?
Samsung hat in den vergangenen Jahren seine Update-Politik deutlich verbessert. Seit 2023 garantiert der Hersteller für viele Galaxy-A-Modelle vier Jahre Sicherheitsupdates und bei einigen Midrange-Geräten wie A54 sogar bis zu fünf Jahre Support. Dennoch ist langfristige Sicherheit nur durch geplante Gerätenerneuerung gesichert.
Ein Blick auf die Update-Historie zeigt, dass ältere Modelle, wie das Galaxy A51 (erschienen 2020), schrittweise aus dem Support fallen. Die letzte Aktualisierung für dieses Modell datiert auf August 2025 – seitdem sind keine weiteren Patches mehr geplant. Nutzer sollten daher auch die offizielle Samsung-Übersicht beachten, um künftige Pläne nachvollziehen zu können.
Fazit: Wachsamkeit ist die beste Verteidigung
Die monatlichen Sicherheitsaktualisierungen für Samsungs Galaxy-A-Modelle sind mehr als nur technisches Beiwerk – sie sind zentraler Bestandteil moderner digitaler Selbstverteidigung. Kritische Schwachstellen wie im Februar-Update 2026 zeigen, wie wichtig schnelle Reaktionen auf neue Bedrohungen sind und welch essenzielle Rolle Hersteller-Support bei der Risikominimierung spielt.
Zugleich zeigt sich: Auch wenn Samsung seine Updatepolitik verbessert hat, liegt ein wesentlicher Teil der Verantwortung weiter beim Nutzer. Nur durch wachsame Kontrolle, aktives Patch-Management und ein Sicherheitsbewusstsein lässt sich das Risiko für Datendiebstahl oder Systemkompromittierung signifikant senken.
Welche Erfahrungen habt ihr mit Samsung-Updates gemacht? Diskutiert mit uns in den Kommentaren oder teilt eure Tipps für sichere Smartphone-Nutzung in unserer Community!




