Künstliche Intelligenz

Lisa Ihde und der Alltag mit KI: Eine Karriere im Wandel

Eine strahlend helle, naturnahe Porträtaufnahme von Lisa Ihde in einem modernen Berliner Büro, wie sie mit warmem Lächeln konzentriert an ihrem Laptop arbeitet, umgeben von sanftem Tageslicht, das ihre positive Energie und den dynamischen Wandel durch KI im Arbeitsalltag widerspiegelt.

Lisa Ihde gestaltet die Zukunft der Arbeit aktiv mit – inmitten einer KI-Revolution, die sowohl Innovation als auch Unsicherheit mit sich bringt. Der technologische Wandel beeinflusst ihren Karriereweg, ihre täglichen Aufgaben und auch ihren Blick in die Zukunft entscheidend. Dieses Porträt zeigt, wie sie Chancen nutzt, Herausforderungen meistert und was sie Branchenkolleg:innen empfiehlt.

Vom Informatikstudium zur KI-Coachin: Wer ist Lisa Ihde?

Lisa Ihde ist keine Unbekannte in der Tech-Szene: Die studierte Informatikerin gehört zu einer neuen Generation von Wissensarbeiter:innen, die sich nicht nur technologisch weiterentwickeln, sondern auch neue Rollen in einem KI-geprägten Arbeitsumfeld definieren. Sie begann ihre berufliche Laufbahn in der klassischen Softwareentwicklung, wechselte anschließend in den Bereich der nutzerzentrierten KI-Evaluation und ist heute als KI-Coachin und Digitalstrategin in Berlin aktiv.

„Ich bin nicht aufgewacht und dachte: Ich will etwas mit KI machen. Die KI kam zu mir – durch den Job, durch den Hype, durch reale Projekte“, sagt Ihde im Interview.

Heute berät sie Organisationen bei der Einführung von KI-Systemen, entwickelt Schulungskonzepte für Mitarbeitende und spricht auf Konferenzen über ethische Implikationen von generativer KI. Dabei steht stets eine Leitfrage im Zentrum ihres Handelns: Wie gelingt ein produktiver, reflektierter und verantwortungsvoller Umgang mit KI im Alltag?

Wie KI den Arbeitsalltag verändert

Die zunehmende Integration künstlicher Intelligenz verändert Arbeit grundlegend – quer durch alle Branchen. Auch Lisa Ihde merkt das täglich. „Die Geschwindigkeit, mit der neue Tools entstehen, ist enorm. Früher waren Updates geplant, heute kommen sie über Nacht“, erklärt sie.

Laut dem McKinsey Global Survey on AI (Juni 2024) nutzen mittlerweile 79 % der befragten Unternehmen mindestens ein KI-Tool regelmäßig. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozentpunkten gegenüber 2023. Besonders generative KI-Modelle wie OpenAI’s GPT-4, Mistral Large oder Googles Gemini Advanced treiben diesen Anstieg voran.

Für Lisa Ihde bedeutet das: kontinuierliches Lernen, technische wie ethische Weiterbildung und intensive Kommunikation mit Stakeholdern – vom IT-Team bis zur Geschäftsführung. Sie nutzt u. a. Tools wie Notion AI, ChatGPT Enterprise und Github Copilot X, um operative Aufgaben zu optimieren und Prozesse effizienter zu gestalten.

Zwischen Automatisierung und Eigenverantwortung: Herausforderungen im Umgang mit KI

Doch wo Chancen liegen, entstehen auch Widerstände. „Eine der größten Herausforderungen? Die Diskrepanz zwischen Toolbegeisterung auf Führungsebene und konkreter Anwendung auf Mitarbeiterebene“, sagt Ihde. Viele Angestellte würden zwar Potenziale erkennen, hätten aber Vorbehalte hinsichtlich Datenschutz, Zuverlässigkeit und Kontrolle ihrer Arbeit.

Besonders auffällig: Der sogenannte ‚Automation Bias‘. Viele Nutzer:innen neigen dazu, den Vorschlägen von KI-Systemen unkritisch zu folgen – auch wenn diese fehlerhaft sind. Eine Studie der Universität Stanford (2023) zeigte, dass 42 % der Proband:innen fehlerhafte KI-Ausgaben als korrekt einstufen, wenn sie ihnen plausibel erscheinen.

Ihde setzt dem gezielte Bewusstseinsbildung entgegen: „Ich erkläre, wie LLMs funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und was Prompt Engineering in der Praxis bedeutet“, erklärt sie. Ihre Workshops sind interaktiv, anwendungsnah und setzen auf kollaboratives Lernen.

Strategien für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine

„KI nimmt mir keine Arbeit ab – sie verändert meine Arbeitsweise.“ So bringt Ihde den Paradigmenwechsel auf den Punkt. Sie versteht KI als augmentierende Technologie, nicht als Ersatz. In ihrer Arbeit empfiehlt sie hybride Ansätze, die menschliche Kreativität und technische Effizienz kombinieren.

  • Prinzip der doppelten Kontrolle: Mensch und Maschine validieren sich gegenseitig – z. B. durch automatisiertes Vorschlagen und manuelles Prüfen.
  • Behavioral Logging: Über Aktivitätsprotokolle sichtbar machen, wann, wie und warum eine KI eingesetzt wurde.
  • Veränderte Teamrollen: Einführung von Rollen wie Prompt Designer:in, KI-Evaluator:in oder Data Ethicist zur gezielten Steuerung des KI-Einsatzes.

Die Einbindung solcher Methoden sei entscheidend, um das Vertrauen in KI-Systeme zu festigen und deren Nutzen effektiv zu erschließen, so Ihde.

Lisa Ihde betont außerdem die Bedeutung digitaler Souveränität. „Nicht jede Lösung darf externalisiert werden. Wir brauchen eigene Datenkompetenz, auch als Organisation“, sagt sie. Viele ihrer Kunden wünschen sich heute weniger technologische Abhängigkeit und versuchen vermehrt, Open-Source-KI-Lösungen wie LLaMA 3 oder Mistral-Modelle eigenständig zu hosten.

Perspektiven auf zukünftige Entwicklungen

Was erwartet Lisa Ihde für die kommenden Jahre? Sie sieht vor allem drei zentrale Trends:

  • Individualisierte KI-Systeme: Weg vom Generalistenmodell, hin zu hochspezialisierten, domänenspezifischen KI-Agents.
  • Rechtlicher Handlungsdruck: Der EU AI Act (verabschiedet 2024, in Kraft ab 2026) zwingt Unternehmen zur systematischen Risikobewertung aller „High Risk“-KI-Systeme.
  • KI als Leadership-Thema: Künftig seien nicht nur Data Scientists, sondern auch HR, Finanzen und Projektleitungen in KI-Strategien involviert.

Ihde hält besonders den dritten Punkt für entscheidend: „KI muss in der Führungsetage verstanden werden. Nur dann kann sie Wirkung entfalten.“

Aktuelle Zahlen bestätigen diese Einschätzung: Laut einer PwC-Studie aus dem Jahr 2024 haben 71 % der DAX-40-Konzerne mittlerweile eigene KI-Verantwortliche im mittleren oder oberen Management verankert.

Lisa Ihdes Handlungsempfehlungen für den beruflichen Alltag mit KI

In ihren Coachings vermittelt Ihde drei fundamentale Prinzipien für den verantwortungsbewussten Einsatz von KI:

  • Verantwortung bleibt beim Menschen: Keine KI ist haftbar. Entscheidungen mit Konsequenzen dürfen nie blind delegiert werden.
  • Kritisch bleiben – auch bei beeindruckenden Ergebnissen: Nicht jede gute Antwort ist auch eine richtige Antwort.
  • Lernen lernen: KI-Fähigkeiten sind kein statisches Wissen, sondern ein kontinuierlich adaptiver Prozess.

Zudem empfiehlt sie, sich mit grundlegenden Konzepten wie Prompt-Optimierung, Halluzinationsvermeidung und Referenzquellenprüfung auszukennen – unabhängig vom spezifischen Tool.

Fazit: Anpassung statt Angst – und der Blick nach vorn

Lisa Ihde steht exemplarisch für eine neue Generation von Tech-Professionals, die KI nicht nur nutzt, sondern gestaltet. Ihre Laufbahn zeigt: Wandel ist kein Risiko, sondern eine Gelegenheit zur Weiterentwicklung. Sie versteht KI als Werkzeug, das Kompetenz, Verantwortung und Kreativität erfordert – und fördert.

Der Schlüssel liegt laut Ihde in der aktiven Aneignung, nicht im passiven Konsum. „Ich beobachte, ich experimentiere, ich verwerfe. So gestaltet man Veränderung.“

Welche Erfahrungen macht ihr im Berufsalltag mit KI? Wie verändert sich eure Arbeit? Tauscht euch in den Kommentaren mit der Community aus – Lisa Ihde und wir sind gespannt auf eure Perspektiven!

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